Dankbarkeit

Ein dankbares Herz ist der Anfang jeder Größe. Es ist ein Ausdruck von Demut
und eine Grundlage für Werte wie Glaube, Mut, Glück, Liebe und Zufriedenheit.
James E. Faust

Dankbarkeit, Besinnlichkeit und Freude

Die dunklere Jahreszeit ist für uns häufig die Zeit des Rückzuges, der Innen- und Rückschau, der Gemütlichkeit, der Rituale, des Plätzchenbackens und des Kerzenscheins. Und gleichzeitig erleben viele von uns mehr Schwere in diesen dunkleren Tagen. Es kommen Erinnerungen hoch und damit vielleicht auch Kummer und Schmerz. Manch einer musste von einem geliebten Menschen Abschied nehmen und erlebt diese Zeit das erste mal alleine. Diese „dunkleren“ Gefühle möchten genauso angenommen werden wie Freude, Glück, Dankbarkeit und Hoffnung. Hierzu wünsche ich dir Kraft und liebe Menschen an deiner Seite.

In diesem Brief möchte ich ein paar Dinge mit dir teilen, die von Dankbarkeit, Besinnlichkeit und Freude zeugen.

… dankbar

Heute vor 2 Jahren, habe ich mich selbstständig gemacht. Vom Keim bis zur zarten Pflanze verging ungefähr ein Jahr. Dann sprang ich hinein in das Abenteuer Selbstständigkeit und damit Sichtbarkeit.

Es brauchte guten (Mutter)Boden, Dünger, Zuspruch, Energie, Liebe, meinen geliebten Mann, Familie, Freunde, Enthusiasmus, Freude, ein großes Herz, eine Vision, Erkenntnisse, Erfahrungen und viel Mut diesen Schritt zu wählen und zu gehen. Den Zweifel hatte ich oft im Gepäck und gleichzeitig auch das Vertrauen, dass es richtig ist zu gehen. Schritt für Schritt, in meinem Tempo.

Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fang damit an. Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.
~ Johann Wolfgang von Goethe ~

DANKE für dein Vertrauen. DANKE für Augen-BLICKE. DANKE fürs Teilen. DANKE für dich. DANKE dir Leben.

… besinnlich

Eine kleine Geschichte zur dunklen Jahreszeit. Geschrieben von meiner Mama.

Der kleine Novembertag

Es war einmal ein kleiner Novembertag, der wartete schon lange darauf auf die Erde zu dürfen. Dort wollte er all die herrlichen und aufregenden Dinge erleben, von denen seine Geschwister erzählt hatten. Sie alle waren schon dort gewesen und voll Begeisterung zurückgekehrt. Endlich, endlich war es soweit! Er zitterte vor Aufregung und Erwartung, als er sich vorsichtig und etwas zaghaft auf die Reise machte.

Da war er nun. Er holte tief Luft und schaute sich erwartungsvoll um.

Was hatten seine Geschwister erzählt? Sonne hätten sie gesehen und Wärme gefühlt. Blumen, grüne Wiesen und Wälder, lachende und spielende Kinder, fröhliche Menschen, ja sogar Liebespaare! Wo war das alles? Der kleine Novembertag rieb sich die Augen, lief die Wege und Straßen entlang und sein Herz wurde schwer wie ein Stein. Da war nichts von alledem! Keine Sonne, nur grauer Himmel und dunkle Wolken und es war so kühl, dass er sich fröstelnd in sein Mäntelchen wickelte. Blumen? Sie waren verdorrt.

Bäume ragten kahl und schwarz vor Nässe in den grauen Himmel, hier und da hing noch ein trauriges gelbbraunes Blatt dran. Auf den Wegen, in den Gärten vergilbte Blätterhaufen, die ein schroffer Wind- hin und her wirbelte. Dazwischen wabernder Nebel. Ach, und wo waren die Kinder, die Menschen? Still war es in den Straßen, kein Lachen, kein fröhliches Eilen. Ab und zu einmal eine huschende Gestalt, den Kopf tief in den Mantelkragen gezogen. Nichts, gar nichts von all dem Schönen, das seine Geschwister erzählt hatten. Was sollte er denn nur erzählen, wenn er zurückging, wenn sein Besuch auf der Erde zu Ende war?

Die Nacht brach herein. Das fahle Licht der Straßenlampen erleuchtete nur spärlich seinen Weg. Und er wusste, seine Zeit war bald um. Tränen tropften aus seinen Augen, liefen über seine Wange und vermischten sich mit dem Regen. Fast blind vor Kummer schlich er dahin. Die Füße wurden ihm immer schwerer, er ließ den Kopf hängen. Der Stein in seinem Herzen drückte unerlässlich.

Da! Was war das? Er hob lauschend den Kopf. Lachen, Musik, Menschen, ein hell strahlendes Haus. Er lief, nein, er stürmte vorwärts, hin zu diesem Glanz. Beinah wäre er gefallen. Dann, endlich, sah er – sein kleines nasses Gesicht an ein Fenster gepresst – was er sich so sehr gewünscht hatte: fröhlich lachende, plaudernde, tanzende Menschen und – ja, auch Kinder, die herumsprangen! Ihm wurde ganz warm und leicht zumute. Das war es was er mitnehmen konnte und erzählen wollte. Er hatte das Leben gesehen in so viel Vergehen. Das Leben! Der Stein in seinem Herzen plumpste zu Boden und kullerte davon. Und der kleine Novembertag lachte ein glockenhelles Lachen.

Hast du es auch gehört?

Text: Eva-Maria Thoese

… freudig

Vor kurzem habe ich mein erstes Interview für einen Online-Kongress gegeben. Eine wunderbare Erfahrung. Der Kongress heißt „Meine Mama und ich sind hochsensibel“ von und mit Diana Pimpl und läuft bis zum 24.12.2018

Hier kannst du dich kostenlos für den Kongress registrieren:

25 führende Experten wie Anne Heintze, Ingrid Auer, Eva Maria Mora, Arweniel Hürlimann, Dagmar Neubronner, Lena Giger, Diana Pimpl sprechen über ihre Erfahrungen als hochsensible Mama und über hochsensible Kinder.

Ich freue mich sehr, dass ich und meine Kollegin Lidia Schladt mit dabei sind.