Empathie: Mehr als Mitgefühl

Das Gegenteil von Wut ist nicht Gelassenheit, es ist Empathie.
Mehmet Oz

Empathie ist eine sensitive Fähigkeit

Zwei Mädchen die lachen - caroline-hernandezEin Empath zu sein bedeutet, dass du die Gefühle, die Gedanken und die Motive einer anderen Person erkennen und verstehen kannst. Dies resultiert aus einer guten Selbstwahrnehmung. Je offener ein Mensch für seine eigene Gefühle ist, desto besser kann er die Gefühle anderer deuten und sich in die andere Person hinein versetzen. Empathisch zu sein bedeutet darüberhinaus die Fähigkeit, auf die Gefühle des anderen angemessen zu reagieren.

Empathen spüren häufig genau das, was das Gegenüber gerade fühlt. Das kann Kummer, Freude, Trauer, Zorn, körperlicher Schmerz u.v.m. sein. Es ist eine gesteigerte Form der Wahrnehmung, die über Mitgefühl hinaus geht.

Wenn du empathisch bist, bist du ganz bei der anderen Person. Man kann es im ganzen Körper spüren. Es ist sogar möglich, dass du das Gefühl hast, du wärest die andere Person. Das kann dazu führen, dass es für dich schwer ist auseinander zu halten was „DEINS“ ist und was zu dem „ANDEREN“ gehört.

Empathie ist eine angeborene und intutive Fähigkeit, die nicht alle Menschen haben. Ein Empath zu sein, ist mehr als sensibel zu sein. Du besitzt die Fähigkeit, mit allen Facetten deines Seins zu fühlen und zu verstehen, was der andere gerade durchlebt.

Empathie bei Kindern

Zum verstärken der angeborenen Empathie, gibt es für Grundschulkinder die von Mary Gordon gegründete Initiative „Roots of Empathy“. Hierbei besucht eine Mutter mit ihrem Baby oder Kleinkind Schulklassen und die Schüler lernen durch den Kontakt zu dem Kleinkind mehr Einfühlung und Sympathie zu entwickeln. Es gibt weitere Initiativen für Kinder und Jugendliche, die spielerisch den Zugang zur eigenen Empathie stärken.