Hochsensible Bilderdenker

Kennst du das: Du liest ein Buch und hast sofort Bilder dazu? Kannst du dir am ehesten etwas merken, wenn du es dir bildlich vorstellst? Es erzählt dir jemand etwas und du siehst es sofort als Bild vor dir? Wie denkst du? Wenn du für dich herausgefunden hast, wie du denkst und wie du dir am besten Dinge merkst oder Wissen aneignest, dann kannst du für dich Methoden wählen, die dich dabei unterstützen. Falls du Kinder hast, ist es sehr hilfreich, wenn du weißt, wie sie am besten lernen. In der Schule werden kaum unterschiedliche Methoden für die Vielfalt der Lerntypen angeboten. Doch wenn du weißt, wie dein Kind am ehesten lernt und es ihm damit sogar Spaß macht, kannst du es dahingehend unterstützen und stärken. Hochsensible Menschen gehören häufig zu den Bilderdenkern.

Auditiver Lerntyp: Du lernst hauptsächlich durchs Zuhören.
Visueller Lerntyp: Beim Lesen oder Anschauen von Filmen lernst du am besten.
Motorischer Lerntyp: Dir hilft Bewegung und Aktion beim Lernen.
Kommunikativer Lerntyp: Bei Unterhaltungen oder in Partnerarbeit lernst du am schnellsten.

Hier kannst du testen, welche Gehirnhälfte du aktiver nutzt

Siehst du die Tänzerin in einer Drehung im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn?
Im Uhrzeigersinn = Du nutzt vor allem die rechte Gehirnhälfte (Emotionen)
Gegen den Uhrzeigersinn = Du nutzt vor allem die linke Gehirnhälfte (Verstand/Ratio)

Und was heißt das jetzt?

Das bedeutet das du als visuell denkender/erlebender Mensch, manchmal Probleme hast deine inneren Bilder in Sprache umzusetzen. Genaugenommen bist du dann „sprachlos“, mühst dich trotzdem ab und findest Worte für diese Bilder. Die Bilder sind farbenfroher, tiefer und detailierter, als das was Worte auszudrücken vermögen. Manchmal nimmst du deinen Körper (Mimik und Gestik) hinzu, um zu veranschaulichen, was es für dich bedeutet und was du dabei empfindest. Es ist sehr komplex und für viele Menschen in deinem Umfeld nicht nachvollziehbar.

Du nutzt dann deine rechte Gehirnhälfte stärker, die mit dem emotionalen Denken in Verbindung gebracht wird. Vielleicht hast du als Kind häufiger den Satz gehört: „Du lebst in einer Fantasiewelt“ oder „Du und deine blühende Fantasie.“ In der Regel wurde es nicht positiv bewertet, sondern du wurdest eher als Träumer und Fantast betrachtet. Das ist bedauerlich, denn aus meiner Sicht ist es eine wunderbare Fähigkeit, die uns mit inneren Reichtum und Fülle beschenkt. Die Welt ist dadurch bunter, tiefer und vielfältiger.

Finde heraus wie du diese Fähigkeit für dich nutzen kannst
  • Visualisiere viel
  • Schreibe viel auf
  • Nutze Flipcharts für Präsentationen o. ä.
  • Führe ein Tagebuch, um Gedanken festzuhalten – das können auch Zeichnungen sein
  • Nutze Postkarten, Bildkarten, Fotos u.ä. für dich, um deine Gedanken und Gefühle darzustellen
  • Collagen sind ein wunderbares Mittel, um deine Gedanken und Gefühle in Bilder zu übersetzen
  • Zeichne, kritzel, male (Sketchnotes sind z. B. wunderbar geeignet)
  • Erstelle Mindmaps (das schafft eine gute und klare Übersicht)

Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
~ Antoine de Saint-Exupéry ~

Neulich war ich als Gast bei einer Tanzperformance von Kindern. Jede/r Tänzer/in hatte einen Wunsch/Satz den er/sie sagte. Die Tochter einer Freundin – Ella – sagte: „Immer wenn ich ein Buch lese, sind die Figuren und Orte darin so lebendig und wenn das Buch dann endet, bin ich so traurig, dass sie nicht real existieren.“ Dieser eine Satz hat mich tief berührt und erinnert. Genauso war es auch für mich als Kind. Ich war häufig traurig, wenn eine Geschichte endete. Dann sollte ich auftauchen, um in der Realität zurecht zukommen.

Kennst du das auch von dir?
  • Wie ist es für dich?
  • Ist es eine Flucht oder eine Öffnung für deinen Horizont?
  • Wer bist du, wenn du (nicht) träumst?
  • Wer bist du, wenn du (nicht) deinen Träumen folgst?

Eine wunderbare Möglichkeit, um seinen Gefühlen näher zu kommen, sehe ich in der Methode der Wertimagination. Dies ist eine geführte Bilderreise in dein Unterbewusstsein – die Landschaft deiner Seele. Dort kannst du kraftvolle Orte und unterstützende Gestalten finden, die dich stärken und die dich begleiten. In einem Gespräch, wird gemeinsam ein Ziel herausgearbeitet. Es geht dabei um sinnorientierte Ziele, wie z. B. der innere Garten (Ruhe und Entspannung), der innere Heiler (Selbstheilungskräfte) u.v.m.

In der Begleitung, führe ich dich auf diesem Weg sanft in deine Gefühlswelt und bleibe während der Sitzung mit dir im Kontakt. Du beschreibst während des Verlaufs der inneren Reise, dein Erleben und Fühlen der aufsteigenden Bilder. Diese Methode empfinde ich als sehr tiefgehend und transformierend und wende sie gerne in der Begleitung von Menschen an. Sie weckt unsere uns innen liegenden Potentiale und zeigt uns Schattenthemen auf, die gesehen und integriert werden möchten.

Hier findest du ein Beispiel (m)einer inneren Reise

Du kannst auf diese Weise, Antworten auf Sinn- und Lebensfragen finden. Diese werden in einem Nachgespräch zusammen reflektiert. Es geht darum, die inneren Bilder in konkrete Handlungsoptionen zu übersetzen.

Du möchtest die Wertimagination als Methode kennenlernen?
Dann vereinbare gerne einen Termin für ein Vorgespräch mit mir:

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