Selbstfürsorge

Selbstfürsorge - Ein Mädchen sitzt in einer HängematteAls ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt sich »Selbstachtung«.
Auszug aus dem Gedicht Selbstliebe von Charlie Chaplin

 

Selbstfürsorge

Wenn du dir selbst gegenüber achtsam und aufmerksam bist, dann kann sich ein Gefühl von tiefer Zufriedenheit und Frieden in dir ausbreiten. Dies ist eine Basis von der aus du genährt und gestärkt die nächsten Schritte tun kannst. Aus dieser gesättigten Position heraus kannst du dem, was dich im Leben herausfordert ausgewogener begegnen.

  • Doch wie genau kannst du dorthin gelangen?
  • Welche Möglichkeiten hast du, um ganz bei dir anzukommen?
  • Kannst du der Frage in dir Raum geben, was du JETZT gerade möchtest?
  • Kannst du das Sehnen deiner Seele spüren?
  • Erlaubst du dir in den Raum zwischen TUN und SEIN einzutauchen und zu lauschen?
  • Darfst du wieder langsamer werden?

In der heutigen Zeit geht alles schnell. Wir müssen schnell Entscheidungen treffen. Wir sollen schneller und effektiver arbeiten. Wir wollen schneller von A nach B gelangen um MEHR zu schaffen. Wir wollen optimieren, um am Ende mehr Zeit für anderes zu haben. Mehr Ergebnisse in weniger Zeit. Als gäbe es eine Zeit-Spar-Kasse, sowie in einer meiner Lieblingsgeschichten von Michael Ende: MOMO.

Die Figur des Beppo Straßenkehrer (Straßenkehrer ist Beppos Beruf) beschreibt es in der Geschichte treffend:
„Siehst Du, Momo“, sagte er, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang, die kann man niemals schaffen, denkt man.“ Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun, und zum Schluss ist man ganz aus der Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem.“

Daraus spricht noch immer die Überzeugung, dass wenn wir viel leisten auch viel sind. Dann sind wir ein wichtiger Teil der Gesellschaft, der etwas zum Wohle aller leistet. Dann sind wir etwas wert. So ist es in der Geschichte. Denn was Beppo an Zeit spart, kommt in die Zeit-Spar-Kasse der grauen Herren. Die grauen Herren nähren sich an der erwirtschafteten Zeit. Dadurch existieren sie. Doch sie sind grau und leblos. Die Menschen werden um ihre Zeit betrogen. Sie versuchen Zeit zu sparen und vergessen dadurch im JETZT zu leben und das Schöne zu genießen.

  • Kennst du das auch von dir?
  • Wie kannst du dich selbst entschleunigen?
  • Wie kann es dir gelingen, gut für dich zu sorgen?
  • Kannst du den Augenblick genießen?

Beppo dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst Du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, den nächsten Atemzug, den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Für mich ist dabei die Verbindung zu meinem inneren Kind der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden. Wenn es mir gelingt, dem Kind in mir zu lauschen, dann finde ich einen Zugang zu meinen Bedürfnissen. Das können sowohl physische Bedürfnisse wie Nahrung, Schlaf, Kraft, Schutz, Gesundheit, Berührung als auch psychische Bedürfnisse sein wie Verbindung, Geborgenheit, Gemeinschaft, Tiefe, Sinn, Verständnis, Entspannung etc. sein.

Die grauen Herren hindern den Erwachsenen in uns daran, auf das Kind in uns zu hören.
Kannst du das fühlen?

Meine Einladung an dich: Schenke dir heute deine Zeit.
Es ist dein Leben!

Wie könnte das aussehen?

Es muss nichts Großes sein. Es geht um die kleinen Dinge:

  • Bewusstes ein- und ausatmen
  • Eine Blume am Straßenrand
  • Ein Lächeln für dich selbst
  • Ein kleines „Dankeschön“ an dich selbst
  • Ein Kaffee/Tee in Ruhe getrunken
  • Freies, wildes Tanzen
  • Hüpfen und Schütteln
  • Dein Lieblingslied hören
  • Ein Stück Schokolade genießen
  • Ein kurzes Schläfchen
  • Barfuß durch Gras laufen
  • Auf den Boden legen und sich erden
  • Malen, Lesen, Schreiben …

Nimm noch die Frage für dich mit: Wer ist der wichtigste Mensch in meinem Leben?

DU bist unendlich wertvoll!
Gönn dir die Zeit für dich, JETZT.
Ganz ehrlich: Sie kommt nicht zurück.

Erforsche was dir gut tut und was dir Kraft gibt und dann tue es so häufig wie möglich.
Erinnere dich immer wieder daran. Stelle dir einen Timer. Sei dir selbst dein/e beste/r FreundIn. Und wenn es nicht sofort möglich ist, dann verabrede dich auf später mit dir (zum Beispiel zu einem Entspannungsbad bei Kerzenschein). Halte deine Verabredung unbedingt ein. Sei zuverlässig und verantwortungsvoll mit dir. Achte gut auf dich. Du kannst dazu auch ein kleines Freude-Tagebuch führen. Das unterstützt dich in deinem Vorhaben, dir mehr Zeit für dich zu nehmen und gut für dich zu sorgen.

Von Herzen deine Alexandra.
Fühl dich eingeladen mir zu schreiben.

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