
Du liebst Menschen wie Blumen. Wie ein Schmetterling fliegst du verzückt von einer zur nächsten und verliebst dich immer wieder neu in ihre Schönheit. Du bist voller Freude und Liebe, dass du diesem besonderen Menschen begegnet bist.
Boah, wie schön und anziehend dieser Mensch ist!
Du genießt seine Ausstrahlung, seine Lebendigkeit und all das, was ihn einzigartig macht. Doch dann taucht ein anderer interessanter Mensch in deinem unmittelbaren Umfeld auf. Wieder bist du entzückt. So viel Schönheit, so viel Lieblichkeit. Du umfliegst ihn wie die schönste Blume der Welt. Du bist hin und weg und zeigst ihm das auch gerne.
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die erste Begeisterung nachlässt. Es fällt dir schwer, auf all die anderen schönen Blumen – die vielen faszinierenden Menschen – zu verzichten. Das Neue lockt dich immer wieder.
Was dir neben der Langeweile missfällt, ist, wenn es mit einem Menschen plötzlich kompliziert wird. Vielleicht verliert sein Leuchten mit der Zeit etwas von seinem Zauber oder die Beziehung fordert dich heraus. Dann ziehst du dich eher zurück. Nicht, weil dir der Mensch egal wäre, sondern weil Schwere, Konflikte oder Schmerz dich innerlich ermüden. Fast wie von selbst richtet sich dein Blick wieder auf das, was leicht, schön und hoffnungsvoll erscheint.
Denn schließlich bist du hier, um Freude und Genuss zu erleben und das Leben in seiner Fülle auszukosten. Menschen, die viel Schwere mitbringen, fühlen sich für dich manchmal wie Spielverderber an. Nicht, weil sie es sind, sondern weil ihre Themen dich mit etwas in Berührung bringen könnten, dem du selbst lieber ausweichst. Deine eigenen Schmerzen nimmst du oft gar nicht bewusst wahr – dein Blick richtet sich lieber auf das, was das Leben gerade Schönes bereithält.
Hinter dieser kleinen Geschichte steckt eine der Enneagramm-Fixierungen.
Und darin verbirgt sich ein tiefer Schmerz – ein blinder Fleck, der lange unbemerkt bleiben kann. Hinter der Suche nach Freude und neuen Möglichkeiten liegt oft die Angst, mit dem eigenen Schmerz oder innerer Leere in Berührung zu kommen. Genau dort beginnt der Weg zur Heilung.
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