Innerer Thron

Innerer Thron - Alter BaumIch stehe in einer kargen, trockenen, rot-rissigen Landschaft. Mein Blick geht weit in die Ebene. Um mich herum flimmert die Wärme. Es ist angenehm warm und ich fühle mich sicher und vertraut. Ich folge meinem Impuls und lege mich mit der Vorderseite ausgebreitet auf den Boden. Mein Kopf liegt auf der Seite. So spüre ich sie, höre ihren Herzschlag, umarme sie – Mutter Erde flüstert mir zu: „Du bist wieder da. Ich bin immer da und war immer da. Ich trage dich. Alles ist gut, so wie es ist.“ So liege ich lange dort. Spüre. Atme. Lebe.

Langsam verändert sich das Bild. Die karge Erde wird zu einem fruchtbarem, dunklen Mutterboden. Hier und da keimen Pflanzen und entfalten sich. Mein Körper ist halb hineingesunken in die Erde.
Es ist wohlig-warm, nährend und weich. Ich fühle mich träge, friedlich und geborgen. Bin langsam.

Mein inneres Kind taucht auf. Sie ist neugierig und voller Freude. Gemächlich drehe ich mich um und liege auf dem Rücken. Bin langsam aufgewacht. Durch die Baumkronen strahlt die Sonne. Geradewegs strahlt sie in meinen Solar Plexus und verbindet sich hier mit mir. Ein gold-gelber Strahl, stark und kraftvoll. Mein Kraftzentrum breitet sich aus und füllt meinen Leib mit Energie.

In der Ferne spüre ich den alten Baum. Er ruft nach mir: „Na komm.“ Mein Kind hilft mir dabei aufzustehen und ich stütze mich auf sie. Mein Gang ist langsam und meine Schritte schmatzend, als würde ich mich mit jeden Schritt vom Mutterboden lösen und dann wieder vereinen. Es war ein langer Schlaf. Gemächlich nähern wir uns dem Baum. Er ist alt, machtvoll, riesig und massiv. In seinem Stamm ist eine Öffnung, wie ein Nest oder ein Thron. Ich setze mich in ihn hinein und bin augenblicklich mit ihm verbunden. Es ist mein Platz und nun ist es wieder vollständig. „Alles fügt sich“. In mir ist ein Gefühl von tiefem Frieden und Geborgenheit. Er hat lange auf mich gewartet. Langsam blicke ich nach oben und schaue in eine leuchtende Baum-Licht-Krone, die gleichzeitig meine ist. Eine Botschaft findet mich: „Ich bin Krone, Krone bin ich.“ Spüre meine Verbindung zum Himmel. Meine Füße sind tief mit dem Mutterboden verwurzelt.

Mir ist bewusst: Es ist mein Platz und er ist immer da. Nach einer Weile stehe ich auf und gehe den Weg zurück. Ich weiß: Ich kann ihn jederzeit einnehmen und mich verbinden.

* Dies ist das Erleben in einer Wertmagination. Es sind geführte Wanderungen ins Unterbewusstsein.
Du beschreibst während der inneren Reise, dein Erleben und Fühlen der aufsteigenden Bilder.

Anmerkung: Der innere Thron steht für die innere Autorität oder die innere Stärke

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